Gästebuch

Wer meine Homepage besucht, darf gern einen Gruß im Gästebuch hinterlassen. Ich freu´ mich!

Es gibt Welpenpreise von 50,00 € bis utopische 10.000 und mehr. Wie soll man sich da entscheiden? Man will ja nicht züchten, braucht keine Papiere... wozu also viel Geld ausgeben? Aber Vorsicht! Scheinbar günstige Schnäppchen entpuppen sich letztendlich als große Kostenfalle verbunden mit viel Leid für Tier und Mensch.  Milben, Zwingerhusten, Parasiten aller Art sind da noch das kleinste Übel!

Eine Ahnentafel ist eine Abstammungsurkunde - kontrolliert und ausgestellt von einem seriösen Verein. Inzest durch zu enge Verpaarungen, Trächtigkeiten bei viel zu jungen Hündinnen oder Ausbeutung der Muttertiere sind verboten. Hier beginnt der TIERSCHUTZ!

Mit Ethik zu züchten ist aufwendiger, als es dem Laien auf den ersten Blick scheint. Seriöse Zuchtstätten werden vom zuständigen Zuchtwart abgenommen und kontrolliert; das Veterinäramt erteilt nach Besuch und Eignungstest des Züchters die Zuchterlaubnis nach § 11 der Tierschutzverordnung.  Damit ist man staatlich geprüft.

Der Züchter selbst ist Mitglied eines entsprechenden Vereins oder Verbandes. Hier fallen bereits Kosten an, zum Beispiel für Mitgliedsbeiträge, Deckmeldungen, Wurfmeldungen, Wurfabnahmen durch den Zuchtwart . Ahnentafeln und Hundepässe sind auch nicht gratis. Ausstellungen mit Championaten kosten nicht nur Geld und Zeit, sondern auch manchmal Nerven.

Dann muß man schauen, dass man gesunde Hunde erwirbt, die dann auch in die Zucht können. Ist eine oder einer dabei, der die Zuchtzulassung nicht erreicht, hat man einen Liebhaberhund mehr !

So eine Anschaffung und der Unterhalt kosten schon mal viel,  dazu kommt die tierärztliche Betreuung, bzw. Versorgung,  Röntgenuntersuchungen , Ultraschall, Vorsorgeimpfungen etc.

Um einen passenden Deckrüden zu finden, fährt man mehrmals auch längere Strecken während des Deckzeitpunktes (der sich über Tage erstrecken kann)..und die Kosten um die 1.000 € sind nicht utopisch für einen Decksprung eines ebenfalls  ausgewerteten tollen Rüden!

Ist die Hündin tragend (Ultraschall , Röntgen, Herpesimpfungen) wird sie gehegt und gepflegt. Die Bullygeburten sind sehr mühselig und immer nervenaufreibend für alle Beteiligten. Auch notfallmässige  Kaiserschnitte durch Komplikationen (natürlich meistens nachts und am Wochenende) sind bei Bulldoggen bekannt. Ist alles gut gegangen,beginnt für mehrere Wochen der so genannte 24 Stunden Job. Ich schlafe in den ersten 4 Wochen im Welpenzimmer ...natürlich bei 27 Grad und Rotlichtlampe.. In dieser Zeit bin ich permanent müde, da von Durchschlafen keine Rede sein kann.. Sauberkeit, Hygiene sind Grundvoraussetzungen für die gesunde Entwicklung der Babys. Reicht die Muttermilch nicht mehr, beginnt die Phase der täglich mindestens sechsmaligen Fütterung.

Spielen und beschäftigen mit den Kleinen ist ebenfalls Pflicht , sie sollen rechtzeitig an den Menschen gewöhnt werden, man nennt das  Sozialisierung. Eine schöne Aufgabe , die Spaß macht und die vorangegangene Mühen vergessen lässt.

 

In diesen Wochen laufen meine beiden Waschmaschinen und der Trockener täglich mehrmals. Die Heizkosten steigen ...es muß ja immer schön warm sein in der Kinderstube.
Die Impfungen, Chippungen und Entwurmungen werden ebenfalls vom Tierarzt kostenpflichtig in Rechnung gestellt. Ebenso die Anfahrt - man will ja nicht mit den Welpen auf der Autobahn rumkurven. Auch der internationale EU Pass wird einem nicht geschenkt.
Die beiden Welpenausläufe (für drinnen und draußen), Trenngitter für die anderen Hunde (denn Mama ist sehr wachsam) mehrere Hundeboxen (drinnen und in Metall fürs Auto), die angeknabberten Leisten an meiner Küche und den Möbeln, die Wurfkiste, der vollgepinkelte Linoleumboden und alle Untensilien, die immer wieder erstezt werden müssen , haben ihren Preis.

Und wenn dann nach langer intensiver Zeit meine Welpen ausziehen und gute Eltern gefunden haben (bei mir bekommt auch nicht jeder Bewerber einen Hund!), ist der Abschied oft tränenreich, da man jedes Baby so oft beschmust hat und man das Herz einfach nicht ausschalten kann.

Neben eine Welpenmappe mit vielen Tipps und Quellen stehe ich IMMER für alle Fragen Tag und Nacht zur Verfügung. Bei unserem "Rittbergtreffen" freue ich mich über meine ehemaligen Babys, die tolle Hunde geworden sind. Viele langjährige Freundschaften sind so entstanden - auch innerhalb dieser "Rittbergfamilie".


Fazit:
In einer guten Zuchtstätte wird eine in mehrfacher Hinsicht kontrollierte Rassezucht betrieben... und die hat ihren Preis.